Dächer sind längst mehr als die schützende Hülle eines Gebäudes. Sie übernehmen heute zentrale Funktionen für Klimaschutz, Energieeffizienz, Wasserhaushalt und urbane Lebensqualität. Ob als fünfte Fassade, als aktive Fläche für Begrünung, Energiegewinnung oder Regenwassermanagement – das Dach ist zu einem integralen Bestandteil ganzheitlicher Entwurfskonzepte geworden. Diese Entwicklung spiegelt sich nicht nur in aktuellen Architekturwettbewerben wider, sondern zunehmend auch im Selbstverständnis des Dach- und Holzbaus.

Die Dach- und Holzbaubranche ist dabei weiterhin sehr gut aufgestellt. In zahlreichen Gesprächen mit Ausstellern, Planenden und Partnern erleben wir eine große Offenheit für neue Anforderungen und ein starkes Interesse an interdisziplinärem Austausch. Die DACH+HOLZ International 2026 versteht sich in diesem Kontext als Ort der Begegnung zwischen Planung, Ausführung und Industrie. Hier geht es nicht allein um Produkte, sondern um das gemeinsame Weiterdenken von Konstruktionen, Systemlösungen und Prozessen – immer mit Blick auf die praktische Umsetzbarkeit und die Qualität des gebauten Ergebnisses.

Gerade vor dem Hintergrund steigender Anforderungen an Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und Klimaanpassung rücken Dachkonstruktionen verstärkt in den Fokus. Sie bilden die Schnittstelle zwischen Architektur, Technik und Handwerk und bieten großes Potenzial, um Gebäude und Städte besser auf Hitze, Starkregen und andere klimatische Herausforderungen vorzubereiten. Diese Potenziale sichtbar zu machen und zur Diskussion zu stellen, ist ein zentrales Anliegen der DACH+HOLZ International.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf unseren Workspaces, die den Dialog fördern und Wissen bündeln. Der Workspace Zukunft in Halle 6 setzt Impulse zu Nachhaltigkeit, Digitalisierung, künstlicher Intelligenz und Personalfragen und beleuchtet, wie sich Planungs- und Bauprozesse künftig verändern werden. Der Workspace Retentionsdach in Halle 8 widmet sich gezielt den Themen Wasserrückhaltung, Gründachsysteme, Flachdachkonstruktionen und urbanes Klima. Hier treffen technische Lösungen auf planerische Fragestellungen – und damit genau jene Themen, die für Architekturwettbewerbe, Stadtentwicklung und innovative Dachlandschaften von zentraler Bedeutung sind.

Neben dem breiten Produktangebot von mehr als 500 Ausstellern gibt es vom 24. bis 27. Februar 2026 Aktionsflächen, zusätzliche Foren und ein gebündeltes Angebot für die gesamte Dach- und Holzbaubranche. Die Messe bietet Raum für fachlichen Austausch, Inspiration und Vernetzung. Zugleich versteht sich die DACH+HOLZ International bewusst als Plattform, auf der auch neue Ideen und ungewohnte Perspektiven ihren Platz haben.

Gerade angesichts der inhaltlichen Dichte der Messe lohnt es sich, den Besuch bewusst vorzubereiten. Für Planende kann es hilfreich sein, vorab eigene Fragestellungen zu definieren: Welche Dachthemen spielen in aktuellen oder kommenden Wettbewerben eine Rolle? Wo bestehen Unsicherheiten bei Konstruktion, Materialwahl oder Systemaufbau?

Der direkte Austausch mit Herstellern, Fachbetrieben und Verbänden bietet die Möglichkeit, konzeptionelle Ideen mit praktischen Erfahrungen abzugleichen. Auch der Blick über das eigene Fachgebiet hinaus – etwa in Richtung Ausführung,Arbeitsschutz oder digitale Prozesse – kann wertvolle Impulse liefern. Die DACH+HOLZ International versteht sich dabei nicht nur als Informationsquelle, sondern als Arbeitsraum für alle, die Dach- und Holzbau ganzheitlich denken.

Zusammen mit unseren Trägern, dem Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks e.V. und Holzbau Deutschland, lade ich Sie herzlich ein, Teil eines Dialogs zu werden, den Fachleute in dieser Form nur auf der DACH+HOLZ International erleben können.