Im hannoverschen Pelikanviertel entstanden auf einem markanten Dreiecksgrundstück zwei tropfenförmige Wohntürme, die industrielle Geschichte in zeitgenössische Architektur übersetzen. Helle Ziegelfassaden mit eigens entwickelten Formsteinen greifen die Idee von geformtem Ton auf und erzeugen durch feine Rillen ein lebendiges Spiel aus Licht und Schatten.
1906 begann in Hannover ein Stück Industriegeschichte: Pelikan produzierte hier legendäre Produkte wie den Pelikan-Füllfederhalter, den Deckfarbkasten und den „Tintentiger“. Seit dem Auszug 1989 wird das Areal schrittweise zu einem lebendigen Quartier – dem Pelikanviertel – transformiert.
Auf dem spitzen, dreieckigen Baufeld 2 realisierte kister scheithauer gross (ksg) zwei achtgeschossige Wohntürme mit insgesamt 61 Wohnungen. Die beiden – von oben betrachtet – tropfenförmigen Baukörper stehen auf einer Tiefgarage mit dreieckigem Grundriss. So wird das Grundstück optimal genutzt. Typisch für die Architekten von ksg, die Backstein als natürliches, langlebiges und haptisch qualitätvolles Material schätzen, sind die mit hellbeige-roten Ziegeln verkleideten Fassaden.
Die Rundung der Gebäude führte dabei zur leitenden Idee: ein Baukörper, der sich wie Ton auf der Drehscheibe nach oben entwickelt. Beim Hochziehen der Wände entstehen Rillen – ein Motiv, das ksg in eigens entwickelten Formsteinen übersetzte, die dem Gebäude einen wunderbaren Schattenwurf verleihen. Um die Fugen-
farbe dabei perfekt auf die Ziegel abzustimmen, wurde zudem ein spezieller rötlich brauner Mörtel kreiert.
kister scheithauer gross
Fotos: Ulrich Hoppe
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