Mit dem neuen Oberstufenhaus in Lohne entsteht ein nachhaltiger Lernort, der den Bestand sensibel ergänzt. Eine reduzierte Materialpalette und eine warme, nuancierte Klinkerfassade schaffen einen ruhigen Baukörper, während Details wie strukturierte Sockelbereiche und integrierte Nistkästen ökologische und gestalterische Qualitäten verbinden.
Als wertschätzender und nachhaltiger Lernort erweitert der Neubau das Gebäudeensemble des Gymnasiums in Lohne. Das neue helle, dreigeschossige Oberstufenhaus von htarchitektur – Henrike Thiemann Architekten schließt über ein Foyer barrierefrei an den Bestand an. Die Materialität des Neubaus ist bewusst reduziert auf Klinker, Beton, Glas und Holz. Dabei ist die wartungsarme Konstruktion als stabile Ziegelhülle mit Klinkern der Ziegelei Hebrok realisiert. Eingesetzt ist eine individuell zusammengestellte Sortierung aus Klinkern mit warmen, nuancierenden Brauntönen. Damit konnte die Farbigkeit optimal auf den Kontext des Bestandes angepasst werden. Entstanden ist so ein nachhaltiger und ruhiger Baukörper, der Elemente des Altbaus wie die großen Klinkerscheiben als gliedernde Elemente aufnimmt und neu interpretiert. Im Sockelbereich sind die Klinker aus der Privatziegelei Hebrok als Ziermauerwerk verarbeitet: Einzelne Klinker sind gleichmäßig vorgezogen und versetzt angeordnet. Der Sockel wird hiermit aufgelockert und betont. Gleichzeitig sind in der Fassade Nistkästen untergebracht. Das ganzheitliche Nachhaltigkeitskonzept – mit unter anderem PV-Anlage, Wärmepumpe mit Geothermie und hybridem Lüftungssystem – wird damit unterstrichen. Das Projekt erhielt bereits den Heinze Award 2023, Publikumspreis 3. Platz.
htarchitektur – Henrike Thiemann Architekten
Fotos: Roland Borgmann Fotografie
Ziegelei Hebrok GmbH & Co. KG
info@ziegelei-hebrok.de
www.privatziegelei-hebrok.de








