Die Revitalisierung des Beginenhofs in Hasselt zeigt, wie behutsame Eingriffe historische Strukturen in die Gegenwart überführen können. Statt spektakulärer Gesten setzen die Architekten auf präzise Neuordnungen von Wegen und Räumen, ergänzt durch einen 30 Meter hohen Panoramaturm als neues Orientierungselement. Klinker als zeitgenössische Schicht stärken dabei die klare Lesbarkeit von Alt und Neu.
Die Revitalisierung des Beginenhofs in Hasselt (Belgien) zeigt, wie sich ein historisches Ensemble durch präzise Eingriffe in ein zeitgenössisches Gefüge überführen lässt.
Bovenbouw Architectuur und David Kohn Architects setzen dabei nicht auf spektakuläre Gesten, sondern auf eine genaue Lesart des Bestands: Wege, Räume und Sichtachsen werden neu geordnet, ohne den Charakter des Ortes zu nivellieren.
Der Panoramaturm bildet den einzigen neuen Baukörper. Als 30 Meter hohe Vertikale markiert er die Leerstelle des ehemaligen Kirchturms, ohne dessen Gestalt zu imitieren. Der Turm fungiert weniger als klassische Landmarke denn als räumliches Zeichen, das Wege bündelt und Orientierung innerhalb des Ensembles schafft. Die innenliegende Wendeltreppe macht die vertikale Bewegung räumlich erfahrbar.
Für den Turm und mehrere neue Mauern kamen Klinker der Sortierung 151 zum Einsatz. Ihre Bedeutung liegt weniger in der Farbe als in der materialtypischen Robustheit und der Fähigkeit, als zeitgenössische Schicht im historischen Gefüge mitzuwirken. Der Klinker erscheint nicht als Imitation, sondern stärkt die Lesbarkeit von Alt und Neu.
Bovenbouw Architectuur/David Kohn Architects
Fotos: Stijn Bollaert
Wittmunder Klinker Werk
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