Mit Ambra setzt ONE Architects im neuen Helsinkier Stadtteil Jätkäsaari ein markantes Zeichen: Der terrassierte Wohnbau interpretiert die industrielle Vergangenheit des ehemaligen Hafens neu und übersetzt die Logik gestapelter Container in eine skulpturale, zeitgemäße Architektur mit lebendiger Metallfassade und individuellen Außenräumen.
Wo sich bis 2008 im Westen der finnischen Hauptstadt der funktional geprägte Frachthafen mit Gleisanlagen, Lagerflächen und großmaßstäblicher Infrastruktur befand, ist inzwischen ein dichtes, durchmischtes Wohnquartier entstanden. Aus dieser Bebauung sticht seit 2024 das Projekt Ambra (übersetzt: Bernstein) farblich wie skulptural gelungen hervor: Das Entwurfskonzept von ONE Architects formuliert den Wohnbau als prägnante Landmarke innerhalb des neuen Stadtteils Jätkäsaari. Auf einer Halbinsel gelegen, leben hier bereits tausende Menschen, langfristig sollen es etwa 17.000 sein. Insbesondere die monolithische Materialwahl und farbliche Anmutung der Metallfassade sowie die gestufte Volumetrie des Baukörpers eröffnen Interpretationsspielräume: Zum einen kann die Farbigkeit – ein Spektrum zwischen Kupfer, Orange und rostigem Rotbraun – als entfernte visuelle Referenz an die Oberflächen von Schiffscontainern gelesen werden. Zum anderen organisiert die entworfene Terrassierung das Gebäude in klar ablesbare Schichten und erzeugt eine Form von „Stapellogik“, die an die additive Ordnung von Containern erinnert. Während standardisierte, horizontal und vertikal geschichtete Einheiten den Hafen über Jahrzehnte prägten, transformiert Ambra dieses Prinzip für die Zukunft in eine gelungene wohnliche Typologie mit individuellen Außenräumen.
ONE Architects
Fotos: Martin Sommerschield,
Kuvatoimisto Kuvio Oy + ONE Architects
3A Composites GmbH
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