Beim denkmalgeschützten Opladener Kesselhaus gelingt oxen architekten die Balance zwischen Geschichte und Gegenwart: Ein prägnanter Backsteinbau der Nachkriegsmoderne trifft auf einen ausdrucksstarken Anbau mit Cortenoptik, dessen bewegliche Fassadenelemente das Erscheinungsbild immer wieder neu inszenieren.
Mit der Revitalisierung des denkmalgeschützten Opladener Kesselhauses gelang dem Kölner Büro oxen architekten der architektonische Spagat zwischen Bewahren und Verändern. Das 21 Meter hohe Kesselhaus war 1948 auf den Trümmern des im Zweiten Weltkrieg zerstörten Vorgängerbaus errichtet worden. Mit seinem funktionalen, minimalistischen Design und den schlanken, vertikalen Fensterbändern ist der Backsteinbau charakteristisch für die frühe Nachkriegsmoderne. Die Auswahl der Materialien für die Fassade des Anbaus erfolgte in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz. Neben der Cortenstahl-Verkleidung bestimmen die Faltschiebeläden aus Aluminium-Streckmetall den Charakter der Gebäudehülle. Die beweglichen Flügelelemente sorgen dafür, dass sich je nach Nutzung und Tageszeit immer wieder ein neues Fassadenbild ergibt. Da sich die Fassadengestaltung aber im Prozess zu einer geschlossenen Cortenfassade entwickelt hat, entschied man sich bei den Läden bewusst für Aluminium. Die Faltschiebeläden können in einem 90-Grad-Winkel zur Fassade geöffnet werden und liegen im geschlossenen Zustand bündig an der Fassade an. Die Pulverbeschichtung „Rosteffekt, Patina braun“ erzeugt den Eindruck von gealtertem Metall und ist auf den ersten Blick kaum von einer oxidierten Metall-Oberfläche zu unterscheiden.
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Fotos: Ehret
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