Ein Landratsamt, das als Brückenschlag zum ländlichen Raum verstanden werden kann: Mit dem Neubau der Kreisverwaltung von Landshut (wa-2026097) geht der niederbayerische Landkreis neue Wege, denn er schafft zukunftsweisende Architektur, die weit sichtbar ist. Der Baukörper, der vom Büro dasch zürn + partner entworfen wurde, folgt dabei keinem gewöhnlichen Muster. Anstatt eines klassischen Quaders spannt er sich in Form zweier abgewinkelter Flügel auf, die mittig von einem Atrium gefasst werden. Außen wechseln sich umlaufende Bänder aus Glas oder Keramik ab, die die horizontale Gebäudeausdehnung betonen. Die dunklen Profile finden in vertikal geschichteten Keramikelementen eine Fortführung. Die opaken Wandflächen springen dabei deutlich hervor, sodass eine gewisse Tiefe und Struktur an den Fassaden entstehen. Die über einen Zeitraum von zwei Jahren vom Spezialisten für hinterlüftete Fassaden Moeding gemeinsam mit den Architekten und Bauherren entwickelten Elemente erzeugen eine unverwechselbare, plastische Optik am Gebäude. So entsteht je nach Tageszeit und Lichteinfall eine changierende Oberfläche, die den hohen Gestaltungsanspruch des Gebäudes unterstreicht. Für die Gebäudeecken wurden die Sonderformen eigens weiterentwickelt, sodass sich das Relief zu beiden Seiten stimmig fortsetzt.

dasch zürn + partner architekten Partnerschaft mbB
Fotos: Henrik Schipper Photography

Moeding Keramikfassaden GmbH
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