Das Beste an unserem Beruf ist ...
... die enorme Freiheit, so erfüllend und vielseitig arbeiten zu können.

Der wichtigste Rat für unsere berufliche Karriere war ...
... von Arno Lederer: immer eine Lösung vorzuschlagen, anstatt über die Probleme zu diskutieren.

Erst kürzlich entdeckt haben wir ...
... unseren neuen Putzroboter, der mittlerweile eingezogen ist und uns den Alltag erleichtert.

Als Glück empfinden wir ...
... in unseren Studioräumen in einem Haus mit so vielen tollen jungen Architektinnen und Architekten zu sitzen – und das jeden Tag.

Gar nicht leiden können wir ...
... Achtlosigkeit.

Wir geben die Hoffnung nicht auf, dass ...
... wir das Thema Bürokratieabbau in Deutschland irgendwann ernsthaft angehen. Es wäre so schön, wenn hohe Geldsummen nicht in Verfahren und Nachweispflichten hängen bleiben, sondern in gebaute Qualität fließen.

Wenn es mal nicht so rund läuft ...
... kann man nur weitermachen. Damit es einmal richtig gut läuft, muss es auch mal schlecht laufen.

Zuletzt staunten wir über ...
... zwei Wettbewerbsprotokolle. Wird Zeit, dass auch mal „junge“ Preisrichter*innen mitmachen dürfen und frischen Wind reinbringen.

Was wir witzig finden, ist...
... dass wir an der Uni bei den Studierenden mittlerweile als „alt“ gelten und uns in der Fachwelt alle als „jung” ansehen.

Was wir gar nicht gut können, ist ...
... geduldig sein.

Wir geben uns gerne der Illusion hin, dass ...
... das, was wir tun, von vielen Menschen als Mehrwert begriffen wird – und wir damit etwas Gutes tun.

Wenn wir zum Fenster an unserem Arbeitsplatz hinausschauen, sehen wir ...
... vormittags das emsige Treiben auf dem Großmarktareal von all den Händlern, Gabelstaplerfahrern und LKWs, nachmittags ruhige Blicke in die Weite.

Last but not least:
Sie haben den
Wettbewerb Stadtteilzentrum in Rodgau gewonnen (wa-2039631). Man kann Ihren Namen, ROHWAREIMSTUDIO, als ein Motto lesen – daher die Frage: Wie ist Ihnen die Umsetzung in Rodgau gelungen, also aus den Rohstoffen Ort, Material und Programm diese besondere Lösung zu finden?

1. Preis Stadtteilzentrum, Rodgau (wa-2039631) ROHWAREIMSTUDIO, München

Der Ort ist extrem divers und heterogen. Die baurechtlichen Vorgaben waren komplex; allein das Programm in das zulässige Volumen zu bringen, hat uns in vielen Varianten beschäftigt. Wenn wir merken, dass wir uns festbeißen, lassen wir einen Wettbewerb auch mal ruhen. Mit frischem Blick wurde aus dem Baurecht ein Entwurfswerkzeug: Es hat uns geholfen, die Kleinteiligkeit aufzunehmen und selbstverständlich einzufügen. Konstruktiv denken wir in robusten Typologien und einem strukturellen Skelett, das Um- und Rückbau konsequent mitdenkt. Dafür liegt Holz nahe, und wo immer möglich setzen wir kreislauffähige Baustoffe ein. Das Stadtteilzentrum, als dritter Ort, erfüllt nicht nur das Raumprogramm: Zwischen den verschiedenen Funktionsbereichen entstehen Orte für Treffen und Begegnung, die das Haus erst wirklich öffentlich machen – Kolonnade, Terrassen und der Klima-Platz. Uns treibt an, aus einer Aufgabe Antworten zu entwickeln, die mehr sind als die Erfüllung der Fragen.

© ROHWAREIMSTUDIO v.l.n.r. Valentin Giorgio Martin, Fabian Wieczorek, Pauline Rohländer

ROHWAREIMSTUDIO wurde 2023 mit dem Gewinn des Wettbewerbes der Grundschule Tairnbach (wa-2033791) von Valentin Giorgio Martin, Pauline Rohländer und Fabian Wieczorek in München gegründet. Das Studio bearbeitet Projekte unterschiedlicher Maßstäbe – von Revitalisierung und Umbau bis zum Neubau. Der Schwerpunkt der Akquise liegt in der Bearbeitung von Wettbewerben in verschiedensten Kontexten und Bauaufgaben.
Lehrtätigkeiten umfassen die Technische Universität München sowie die Bauhaus-Universität Weimar.

www.rohwareimstudio.de