Das „Schweizer Haus“ in Potsdams Klein Glienicke erstrahlt nach 160 Jahren wieder in neuem Glanz. Kernstück der Restaurierung war das 270 m² große Satteldach, das mit rechteckigen Schiefersteinen in traditioneller Doppeldeckung neu eingedeckt wurde. Die Sanierung verbindet denkmalgerechte Präzision mit technischer Sicherheit und bewahrt so den romantischen Charakter des 1867 erbauten Hauses.
Das „Schweizer Haus“ im Potsdamer Stadtteil Klein Glienicke wurde 1867 nach Schweizer Vorbild in romantisierender Architektursprache fertiggestellt. Als das Berliner Büro Linie Creutzfeldt Architekten 2021 mit der Sanierung des Hauses beauftragt wurde, präsentierte sich das Gebäude baulich stark gealtert. Die Spuren von 160 Jahren wechselvoller Geschichte zeigten sich insbesondere am Holzdach mit seinen zahlreichen provisorischen, weit vom ursprünglichen Zustand entfernten Instandsetzungen. Ein zentrales Element der Restaurierung war daher die Sanierung des 270 Quadratmeter großen, um 22 Grad geneigten Satteldachs mit seinen großen Dachüberständen. Im Rahmen der Sanierung wurde das Dach mit rechteckigen Schiefersteinen der Marke InterSIN von Rathscheck Schiefer neu eingedeckt.
Im Vorfeld der Neueindeckung wurden zunächst die vorhandenen Dachbalken in Teilen erneuert. Im nächsten Schritt konnte mit der Schiefereindeckung begonnen werden. Passend zum Stil des Hauses und angelehnt an die Optik typischer Steinlege-Dächer aus dem Berner Oberland wurde eine sogenannte Rechteck-Doppeldeckung ausgeführt. Im Zusammenspiel der verschiedenen Maßnahmen ist eine bautechnisch sichere Neueindeckung gelungen, die sich harmonisch in das bestehende Bild einfügt und die gleichzeitig auch den hohen Ansprüchen der Denkmalpflege genügt.
Linie Creutzfeldt Architekten
Fotos: Rathscheck Schiefer
Rathscheck Schiefer
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