Mit dem Erweiterungsbau des Museums Friedland (wa-2023334) wird das Ensemble um einen präzise gesetzten Neubau ergänzt, der die historische Bedeutung des Ortes architektonisch weiterführt. Der Baukörper fügt sich selbstverständlich in die bestehende Struktur ein und formuliert zugleich eine eigenständige Haltung zwischen Erinnerungskultur und zeitgenössischer Architektursprache.
Das Objekt wurde so geplant, dass er die Struktur des Lagers aufnimmt und zugleich eine Verbindung zwischen Bahnhof und Lagergelände schafft. Mit seinem rund 80 Meter langen Volumen fügt sich der Neubau harmonisch in den landschaftlichen und historischen Kontext ein.
Ein transparentes Foyer dient als kommunikativer Treffpunkt, während die Ausstellungsbereiche im Obergeschoss bewusst ruhig und introvertiert gestaltet sind. Zentrales Gestaltungselement der Fassade ist die ABC-Nordic® Keramik, die dem Gebäude eine ruhige, nordisch geprägte Materialität verleiht. Neben dem Holzrahmenbau hilft diese einen geringen CO2-Äquivalent mithilfe von Zirkularität und Wiederverwendung zu erreichen.
Die fein abgestimmten keramischen Oberflächen erzeugen je nach Lichteinfall ein differenziertes Spiel aus Tiefe und Struktur. So entsteht eine zurückhaltende, aber prägnante Gebäudehülle, die Robustheit und Eleganz vereint und den sensiblen Kontext respektiert.

dichter Architekturgesellschaft mbH
Fotos: ABC Klinkergruppe

Klinker- und Keramikwerke
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