Am Zürichsee verbindet Max Dudlers Wohnsiedlung auf dem Giessen-Areal Beton und Naturstein zu einem spannungsvollen Zusammenspiel. Klare Raster treffen auf handwerklich gefügten Sandstein – ein architektonischer Dialog zwischen Präzision und Natürlichkeit.
Auf dem Giessen-Areal in Meilen (bei Zürich), dem ehemaligen Standort einer Pumpenfabrik, hat Architekt Max Dudler eine Wohnsiedlung ent- worfen, die zwei Materialien zusammenbringt, die selten auf Augenhöhe begegnen: Beton und Naturstein. Zehn Häuser, versetzt angeordnet und terrassenartig in den Hang eingefügt, prägen heute das Seeufer am Zürichsee. Ihre Fassaden folgen einem klaren Raster aus vorgefertigten Betonteilen; großformatig, glatt, industriell präzise. Dazwischen bruchrohes Mauerwerk aus Rorschacher Sandstein. Feingliedrig geschichtet, handwerklich gesetzt, mit offenen Fugen, die an eine Trockenmauer erinnern. Der Kontrast ist gewollt und wirkungsvoll. Glatt gegen gebrochen, artifiziell gegen natürlich: Die Fassade lebt von dieser Spannung. Wo Beton Gleichmäßigkeit und Tektonik betont, bringt der Sandstein Textur und Handschrift. Die verdichtete, am Hang gestaffelte Setzung der Häuser zeigt dabei, wie Wohnen und Landschaft sich verbin- den lassen, ohne einander zu verdrängen. Den Rorschacher Sandstein lieferte Bärlocher Steinbruch und Steinhauerei AG aus Staad am Bodensee, hier wird der regionale Stein seit 1890 abgebaut und verarbeitet. Als Teil der Arbeitsgemeinschaft Naturstein Giessen war Bärlocher auch an der Ausführung der Fassade beteiligt.
Max Dudler
Fotos: Bärlocher Steinbruch
BÄRLOCHER STEINBRUCH UND STEINHAUEREI AG
info@baerlocher.swiss
www.baerlocher.swiss/de
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