Das Beste an unserem Beruf ist ...
... dass man interessante Räume entwirft, durch die man ein paar Jahre später dann auch spazieren kann. Im eigenen Gebäude herumzuschwimmen, wie bei der Therme Oberstdorf (wa-2025423), war für uns alle dann nochmal ein ganz spezielles und besonderes Erlebnis.
Der wichtigste Rat für unsere berufliche Karriere war ...
... Entwerfen ist Wegwerfen!
Erst kürzlich entdeckt haben wir ...
... dass das Geländer an unserer Liegegalerie in der Therme offenbar hervorragend dafür geeignet ist, Handtücher aufzuhängen.
Dann ist wenigstens auf den Liegen immer ein „Plätzle“ frei...
Als Glück empfinden wir ...
... wenn unsere Häuser den Bauherren, den Nutzern und am Ende vielleicht sogar Nicht-Architekten gefallen.
Gar nicht leiden können wir ...
... unsensible und rechthaberische Gebäude und Menschen.
Wir geben die Hoffnung nicht auf, dass ...
... es bald wieder mehr Wettbewerbsausschreibungen geben wird.
Wenn es mal nicht so rund läuft ...
... würden wir am liebsten in unserer Therme in Oberstdorf saunieren gehen.
Zuletzt staunten wir über ...
... wie toll in unserer Badehalle die Alphörner bei der Eröffnungsfeier geklungen haben.
Was wir witzig finden, ist...
... dass ein paar Handwerker, offenbar inspiriert von unserem Entwurf, eine sehr schöne Hundehütte gebaut haben. Das geschah allerdings während der Arbeitszeit mit Material für die Baustelle – fanden deshalb manche nicht so witzig!
Was wir gar nicht gut können, ist ...
... muss leider ein Bürogeheimnis bleiben.
Wir geben uns gerne der Illusion hin, dass ...
... wir mit schönen Entwürfen die Welt wenigstens ein klitzekleines Stück besser machen.
Wenn wir zum Fenster an unserem Arbeitsplatz hinausschauen, sehen wir ...
... nur den Himmel über Stuttgart. Wir haben unser Büro in einer alten Fabriketage mit sehr hohen Fensterbrüstungen. Vielleicht sollten wir uns doch mal um höhenverstellbare Schreibtische bemühen...
Last but not least:
Sie haben den Wettbewerb Neubau der Therma Oberstdorf (wa-2025423) gewonnen, Ihr Entwurf wurde realisiert, und die Therme ist jetzt eröffnet. Wann wurde beim Entwerfen entschieden, dass das Gebäude die Typologie Bad/Therme abstrahiert, sie weniger lesbar macht und in eine eigene, besondere Idee verwandelt – und zugleich eine Referenz an den Ort, eine Stadt in den Allgäuer Alpen, darstellt?
Wir kannten den Ort bereits vor dem Wettbewerb gut, deshalb kam die Idee der Gliederung des Volumens in einzelne Baukörper sehr schnell in der Konzeptfindungsphase auf.
Die neue Therme mit ihrer Lage und Funktion im Ortskern sollte ein selbstverständlicher Teil von Oberstdorf werden und sich respektvoll in die Umgebung eingliedern. Die abstrahierte Fassade mit Anklängen an die regionaltypische Baukultur fasst alle Baukörper zusammen und unterstreicht die Bedeutung des Gebäudes für die Gemeinde Oberstdorf.

Christof Teige – Dipl.-Ing. Architekt, Partner
Christof Teige ist seit 2023 Partner bei Auer Weber, im Jahr 2001 wurde er assoziiert und ist seit 1992 bei Auer Weber in Stuttgart tätig. Sein Studium der Architektur absolvierte er bis 1992 an der Uni Kaiserslautern und an der TH Darmstadt. Daran anschließend arbeitete er bei Joachim Schürmann in Köln. Von 2008 bis 2017 war er als Lehrbeauftragter am Institut Wohnen und Entwerfen an der Uni Stuttgart tätig.

Tobias Laipple – Dipl.-Ing. Architekt, Assoziierter
Tobias Laipple ist schwerpunktmäßig in Wettbewerben und in der Projektleitung tätig und arbeitet seit 2010 bei Auer Weber in Stuttgart, seit 2023 ist er Assoziierter. Zuvor war er mehrere Jahre in Großbritannien tätig, u. a. bei Maccreanor Lavington Architects in London. Er studierte bis 2005 an der TU Darmstadt und an der École Polytechnique Féderale de Lausanne.

Robert Vöhringer – M. Sc. Architekt, Assoziierter
Seit Beginn seiner Mitarbeit bei Auer Weber in Stuttgart 2017 arbeitet Robert Vöhringer an Wettbewerben und begleitet die Projekte vorwiegend in den frühen Leistungsphasen. Seit 2023 ist er Assoziierter. Während seines Architekturstudiums bis 2017 an der Universität Stuttgart besuchte er im Rahmen von Auslandssemestern die TU Wien und die Politecnico di Bari in Italien.
Auer Weber ist ein 1980 gegründetes, international tätiges Architekturbüro mit Standorten in Stuttgart und München. Jährlich entstehen in den beiden Büros mit rund 150 Mitarbeitenden aus 20 Ländern zwischen 30 und 40 Wettbewerbe, aus denen sie einen großen Teil der Aufträge generieren.




