Das Beste an meinem Beruf ist ...
... unterwegs sein zu können und es Arbeit nennen zu dürfen.

Der wichtigste Rat für meine berufliche Karriere war ...
... sich immer wieder in das Gegenüber hineinzuversetzen und die Situation, aber auch das Gezeichnete, zu reflektieren und zu objektivieren.

Erst kürzlich entdeckt habe ich ...
... mein Faible für Höhlen. Rückseiten, Nischen, Brachen sind uns im täglichen Geschäft gut bekannt. Aber natürliche und gebaute Höhlen sind etwas Besonderes – ein wenig unheimlich, intim und atmosphärisch auf jeden Fall speziell.

Als Glück empfinde ich ...
... gute Besprechungen, kleine Schritte vorwärts, das Gefühl, dass es in die richtige Richtung geht.

Gar nicht leiden kann ich ...
... pauschale Verweigerung – im Rahmen von Projekten, in Entwurfsprozessen. Auch wir sind davor nicht gefeit und sollten immer wieder darüber nachdenken, warum wir so entscheiden, wie wir entscheiden.

Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass ...
... gut gestaltete öffentliche Räume ihre Kraft entfalten können – als gesellschaftsrelevanter Beitrag, klimatisch und sozial.

Wenn es mal nicht so rund läuft ...
... und zwei, drei Wettbewerbe nichts werden, kommen die Zweifel. Aber über die Jahre haben wir gelernt, halbwegs gelassen zu bleiben.

Zuletzt staunte ich über ...
... die Städte und den Umgang mit öffentlichem Raum in Japan. Aber das ist nun auch schon wieder 3-4 Jahre her. Zeit für etwas Neues.

Was ich witzig finde, ist ...
... das Zufällige – im Stadtbild, in Zeichnungen und in Gesprächen.

Was ich gar nicht gut kann, ist ...
... geduldig bleiben. Es wird aber langsam besser.

Ich gebe mich gerne der Illusion hin, dass ...
... irgendwann weniger zu tun ist und wir all die Bücher lesen, die wir in der Bibliothek des Büros stehen haben.

Wenn wich zum Fenster an meinem Arbeitsplatz hinausschauen, sehe ich ...
... eine Linde im sonst steinernen Kreuzberger Hinterhof, die Wildtauben brüten, die Sonne blendet im Sommer, what a life.

Last but not least:
Sie haben den Wettbewerb
Grüne Kammerratsheide Bielefeld (wa-2040380) gewonnen. Ihre Grundidee ist die eines „Weiten Horizonts und dichten Rahmens“.
Verstehen Sie den „dichten Rahmen“ eher als räumliche Kante im klassischen Sinne oder als ein Netzwerk verdichteter Situationen – und welche Rolle spielt dabei die Gestaltung der Übergänge zwischen Freiraum und Bebauung?

Ganz klar Letzteres. Der Übergang zwischen der umgebenden Stadt und dem großen Freiraum wird auf verschiedenen Maßstabsebenen eine wesentliche Rolle spielen. Anreize und Zielorte im bisherigen Niemandsland, gut gesetzte Verknüpfungen. Aber eben auch aktive (und schattige) Ränder – die nicht blockieren, sondern einladen...

Franz Reschke © Marc Leppin

Franz Reschke
Landschaftsarchitekt bdla

seit 2026 Mitglied im Beirat Bundesstiftung Baukultur

seit 2017 Mitglied im Präsidium des bdla

seit 2014 Jurytätigkeit bei freiraumplanerischen und hochbaulichen Wettbewerben

2013 – 2015 Wissenschaftliche Mitarbeit, TU Berlin Fachgebiet für Entwerfen und Objektplanung

seit 2011 Landschaftsarchitekt, AK Berlin

2010 – 2011 Lehrtätigkeit, UdK Berlin, Institut für Produktdesign

2005 – 2011 Mitarbeit in verschiedenen Planungsbüros in Berlin

2003 – 2009 Diplom-Studium Landschaftsarchitektur, TU Berlin

geboren in Leipzig

www.franzreschke.de